Fritz Zolnhofer

Fritz Zolnhofer (links im Bild) zusammen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder

... ist der Name des Künstlers, dessen denkmalgeschützte Mosaike den besonderen Reiz des Stadtbades prägen. Auch die Mosaike an der Berufsschule St. Ingbert zählen zu seinen berühmten Arbeiten im öffentlichen Raum. Sein künstlerisches Schaffen war jedoch vielseitig und interdisziplinär. Der Meisterschüler und akademische Kunstmaler lebte teilweise in Spanien, Holland, Frankreich, Italien und in der Schweiz.

 

Fritz Zolnhofer wurde am 13. Januar 1896 im pfälzischen Wolfstein geboren. Er verlor seine Eltern früh und kam im Alter von vier Jahren zu seiner Großmutter ins saarländische Schnappach. Dort wuchs er auf und lernte als junger Mann im benachbarten Sulzbach-Altenwald seine spätere Frau Heidi kennen.

 

Die künstlerischen Begabungen Zolnhofers traten früh zutage. Nach einer Malerlehre besuchte er 1913 die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und nahm 1918 ein Studium bei Otto Weil in München auf. Den Ersten Weltkrieg erlebte er als Soldat und setzte 1920 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Karl Caspar fort.

Zahlreiche Reisen nach Spanien, Holland, Frankreich, Italien und in die Schweiz. 1931 siedelte er mit seiner Frau Heidi über nach Saarbrücken.

Viele Ausstellungen seiner Werke erfolgten im In- und Ausland.

Zolnhofer erhielt den Albert-Weisgerber-Preis, den Veit-Stoß-Preis und den Kunstpreis der Stadt Saarbrücken.

Zahlreiche seiner Werke sind in Sammlungen im In- und Ausland aufbewahrt

Zolnhofer-Gemälde "Halbschicht" als typische Bergarbeiter-Milieustudie

1931 kam Zolnhofer, zusammen mit seiner Ehefrau, zurück ins Saarland. Als Vorlagen für seine Malerei fand er hier Berg- und Eisenhütten-Motive und Szenen aus dem Alltag der kleinen Leute, die er in konventioneller Weise malte. Daneben machten auch Portraits und von Landschaften ihn bekannt. Erst in seinem letzten Lebensabschnitt traten moderne Formen der Malerei zutage, vorzugsweise in expressionistischer und surrealistischer Umsetzung.

 

In den mehr als 40 Jahren seines künstlerischen Schaffens hat sich Fritz Zolnhofer weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus einen Namen gemacht. Er ist mit zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in renommierten nationalen und internationalen Galerien vertreten. Bekannt wurde Zolnhofer außerdem als Gründungsmitglied der Pfälzischen Sezession.

Fritz Zolnhofer starb am 12. Februar 1965 in Saarbrücken. Er wurde auf dem Burbacher Waldfriedhof beigesetzt. Im September 2007 beschloss der Rat der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken, Zolnhofer ein Ehrengrab an exponierter Stelle auf dem Waldfriedhof einzurichten.

Der Sulzbacher Historiker Dr. Dieter Staerk, hat das Werk des in Sulzbach geborenen Künstlers Fritz Zolnhofer mit der Herausgabe einer Sammlung von Berichten und Werkabbildungen gewürdigt.

Dieter Staerk war drei Jahrzehnte lang Leiter der Volkshochschule Sulzbach und des Kulturamtes. Er ist Gründer der "Gruppe 63 Saarland", der Amateurtheater-Vereinigung.

Dieter Staerk initiiierte den in der Stadt Sulzbach alle zwei Jahre ausgelobten renommierten "Fritz Zolnhofer Preis".